Im Juli 2021 wurde unsere Sportanlage samt dem Vereinsheim von der gewaltigen Hochwasserkatastrophe zerstört, die weite Teile von NRW und Rheinland-Pfalz verwüstet hatte.
Unsere Anlage befindet sich im Landschafts- sowie seit der Flut auch Wasserschutzgebiet. Das sagen unsere Mitglieder zum Jahrestag. Hier den 3-minütigen Videoclip anschauen.
Aus eigener Kraft wäre ein Wiederaufbau völlig ausgeschlossen gewesen. Unser Verein war daher überwältigt von den unmittelbaren Hilfs- und Kooperationsangeboten, die uns aus unterschiedlichsten Quellen erreichten.
Unser Wiederaufbau stand unter zwei wesentlichen Leitmotiven:
- Ökologische Nachhaltigkeit
- bauliche und sportliche Barrierefreiheit
Als inklusiver und anerkannter Stützpunktverein ‚Integration durch Sport‘ stehen wir seit vielen Jahren für eine inklusive Gesellschaft. Wir sagen JA zu einem möglichst barrierefreien Aufenthalt in unserer Mitte und bieten eine barrierefreie Sportausübung.
Im April 2022 war der Neubau von 6 Außenplätzen abgeschlossen. Herausheben möchten wir hier die Bauweise auf Keramiksandbasis, was eine jährliche Wasserersparnis von bis zu 750.000 Litern ermöglicht, da der Belag nicht gewässert werden muss. Unsere verantwortungsvolle Referenz an eine der wertvollsten Ressourcen der Erde. Der Bau des Vereinsheimes in ökologischer Holzbauweise startete im Februar 2023 und dieses war bereits zum Jahresende bezugsfertig.
Unsere Ziele hätten wir alleine mit den öffentlichen Fördermitteln des Landes NRW nicht umsetzen können. Diese waren zwar ein wesentlicher und dankenswerter Bestandteil, aber erst die zahlreichen Spenden durch Private, Unternehmen, Stiftungen und andere Organisationen ermöglichten dem TSE die Errichtung einer quasi Referenzanlage für modernen Sportstättenbau. Ein ebenfalls unverzichtbares Element des Wiederaufbaus war die Stadt Erftstadt, die uns im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten zügig und mit unbürokratischen Verwaltungswegen geholfen hat.
Die höchste Einzelzuwendung erhielten wir mit 299.110 Euro von der ‚Aktion Deutschland hilft e.V.‘. Gefolgt von der Porta-Gruppe mit 135.000 Euro sowie dem Engagement aus dem Hause Obi in Höhe 125.000 Euro.
Eine detaillierte Übersicht aller wesentlichen Komponenten unseres Wiederaufbaus sowie Angaben zu den Zuwendern findet sich hier:
Durch den abschließenden „Segen“ der ‚Aktion Deutschland hilft‘ konnten wir eine unerwartet entstandene Finanzierungslücke final schließen und das Projekt Wiederaufbau überhaupt erst in der vorliegenden Güte und Qualität realisieren. An dieser Stelle nochmals unser großer Dank an die Geschäftsleitung der Kämpgen-Stiftung Köln für diese Empfehlung und freundliche Kontaktvermittlung zu ADH.
Ohne die überwältigende Unterstützungsbereitschaft, auch über die Grenzen von NRW hinaus, und die damit einhergegangenen Mittelzuflüsse gäbe es unseren Verein heute nicht mehr. Aber wir haben unsere Chancen genutzt und sind mit inzwischen über 270 Mitgliedern zum zweitgrößten Tennisclub unserer Stadt avanciert.
Infolge erreichten wir mit dem zweiten Platz die wundervolle Auszeichnung von WestDerby Zukunft als Nachhaltiger Sportverein 2024.
Die Elemente können wir nicht beeinflussen und müssen uns wesentlich auf die Vorsorge der behördlich Verantwortlichen verlassen, dass das nächste Hochwasser glimpflicher abläuft. Zumindest versicherungstechnisch hat der TSE aber für die nächste Flut vorgesorgt. Dies allerdings in der großen Hoffnung, dass ein solches Ereignis nicht wieder vorkommt.